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Feedback geben und nehmen

Leitfaden zur konstruktiven und wertschätzenden Zusammenarbeit und Führung

Zwei Beschäftigte in einer Besprechung.

(Bild: FAU/David Hartfiel)

Eine wertschätzende Zusammenarbeit und Führung kann nur auf Grundlage einer respektvollen, konstruktiven und offenen Kommunikation entstehen. Die FAU möchte in diesem Sinn den positiven Dialog unter Ihren Beschäftigten fördern und somit das Miteinander stärken.

Warum Feedbackgespräche am Arbeitsplatz in diesem Zusammenhang wichtig sind und wie Sie konstruktives Feedback geben und annehmen können, ohne dass Meinungsverschiedenheiten entstehen, erfahren Sie in dem Feedback-Leitfaden. Der Leitfaden richtet sich explizit sowohl an Führungskräfte als auch an alle Beschäftigten der FAU.

Feedback – die wichtigsten Regeln auf einem Blick

Positives Feedback:

  • Steigert das Selbstwertgefühl
  • Erhöht die Zufriedenheit des Feedbacknehmers/-in
  • Verbessert Ihre Zusammenarbeit und das Betriebsklima
  • Verstärkt die Motivation für weitere Leistungen
  • Bestärkt das positive Verhalten

Negatives/kritisches Feedback:

  • Gibt die Möglichkeit, Verhalten bzw. Gewohnheiten zu korrigieren
  • Verkleinert den „Blinden Fleck“
  • Vermeidet künftige Fehler
  • Verbessert die Zusammenarbeit und schafft Vertrauen

Beide zusammen: Fördern die Entwicklung der Mitarbeiter/-innen und der Führungskraft. Feedback in diesem Sinne schafft Orientierung und erhöht die Zufriedenheit.

Feedback geben

Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt

  • Vermeiden Sie bei schwierigen Themen Tür- und Angelgespräche, sondern fragen Sie nach, ob es gerade passt
  • Achten Sie auf eine ruhige Umgebung und möglichst ohne Störungen

Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor

  • Machen Sie sich Ihrer eigenen Erwartungen bewusst (Ziel, Wünsche, Botschaft, Gefühle)
  • Wie könnte der andere die Situation sehen? (Perspektivwechsel)
  • Sorgen Sie für eine positive Gesprächsatmosphäre

Formulieren Sie Ihr Feedback nach der SAG ES Formel

  • S = Situation beschreiben
  • A = Auswirkungen auf Sie beschreiben
  • G = Gefühle beschreiben
  • E = Erwartungen, Wunsch oder Bitte formulieren
  • S = Sicht des anderen einholen

Feedback annehmen

(Aktives) Zuhören

  • Signalisieren Sie, dass Sie aufmerksam zuhören (z. B. Hm, ok, verstehe…)
  • Wenden Sie sich dem/der Gesprächspartner/in zu und bewahren Sie eine offene Körperhaltung
  • Halten Sie Augenkontakt, das signalisiert Verbundenheit und Konzentration
  • Unterbrechen Sie nicht
  • Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist und wiederholen sie wichtige Aussagen

Reflektieren Sie das Feedback

  • Nehmen Sie sich ruhig eine Auszeit – Feedback muss nicht sofort kommentiert oder beantwortet werden
  • Denken Sie in Ruhe darüber nach
  • Feedback ist eine subjektive Wahrnehmung, keine Wahrheit
  • Überprüfen Sie Ihr Selbstbild mit dem Fremdbild (Feedback)

Rückmeldung an den/die Feedbackgeber/in (optional)

  • Wenn Sie über das Feedback nachgedacht und zu einer Schlussfolgerung gekommen sind, können Sie dem/der Feedbackgeber/in eine Rückmeldung geben
  • Dies kann auch in Form eines Dankes sein

Die Tipps können Sie sich auch in einer Druckversion als Poster herunterladen: Feedback – Das Wichtigste im Überblick.