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Abschluss von internationalen Hochschulkooperationen

Ablauf und Musterverträge

Häufig werden Fakultäts- oder Institutsmitglieder von ausländischen Hochschulen mit der Bitte um eine Partnerschaft kontaktiert bzw. bei Delegationsbesuchen vom Referat für Internationale Angelegenheiten in Kooperationsverhandlungen mit eingebunden. Vor Abschluss eines Kooperationsvertrages sollten bestimmte Punkte bedacht werden.

Grundsätzlich ist die FAU in der Vertragsgestaltung relativ flexibel. Zum Einstieg in die Vertragsdiskussionen eignet sich ein Memorandum of Understanding, das vom Referat für Internationale Angelegenheiten zur Verfügung gestellt wird. Die Abläufe sind nicht starr und hängen von Entscheidungsprozessen sowohl an der FAU als auch an den Partnerhochschulen ab.

Voraussetzung

Ein fachlicher Kontakt zu einer potentiellen Partnerhochschule wurde hergestellt und scheint die Bedürfnisse des initiierenden Instituts oder der Fakultät zu befriedigen.

Falls eine Erasmus-Kooperation innerhalb der Leitaktion 1 infrage kommt, gilt ein anderes Verfahren. Eine genaue Anleitung finden Sie auf der Informationsseite für ERASMUS-Koordinatoren.

Ablauf

Insbesondere auf der Ebene der Fakultäten und der Gesamtuniversität müssen strategische Überlegungen angestellt werden, zum Beispiel hinsichtlich der Übereinstimmung von Forschungsschwerpunkten, Rankings, eines geeigneten Lehrangebots, der Unterrichtssprache, dem Mindestinteresse einer bestimmten Anzahl an Lehrstühlen oder Departments und fakultäts- oder hochschulpolitische Motiven (wie Städtepartnerschaften oder die Beteiligung an bestimmten Förderprogrammen).

Sobald geklärt ist, welche Ziele die Kooperation verfolgen soll und welche Bereiche der Universität davon betroffen sind, sollten die entsprechenden Gremien in die Planungen mit einbezogen werden. Vor der Unterzeichnung eines Vertrages muss grundsätzlich das Einverständnis des Departments (Vertrag auf Department- und Lehrstuhlebene), der Fakultät (Vertrag auf Fakultätsebene) oder mehrerer Fakultäten (auf Universitätsebene) eingeholt werden.

Die Vertragspartner müssen sich als erstes darauf verständigen, was mit dem Vertrag erreicht werden soll und welcher Personenkreis davon betroffen sein könnte. Betrifft das Vorhaben nur Forschungsprojekte eines Lehrstuhls, reicht vermutlich ein Abkommen auf Lehrstuhlebene. Ist eine Studierendenmobilität geplant, muss der Vertrag mindestens auf der Ebene der Fakultät geschlossen werden. Je nach Ebene sind unterschiedliche Gremien mit der Genehmigung zu befassen. Die Vertragsverhandlungen mit der Partnerhochschule erfolgen auf fachlicher Ebene. Es wird empfohlen, alle beteiligten Mitarbeiter des eigenen Instituts oder gegebenenfalls der eigenen Fakultät in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

In der Regel ist mindestens eine Person zu benennen, welche die akademische Verantwortung für den Studierendenaustausch und die Kooperation insgesamt trägt. Die verantwortliche Person stimmt mit der Partnerhochschule ab, wie viele Studierende mit welchen Voraussetzungen den Austausch wahrnehmen dürfen. Berücksichtigt werden müssen zum Beispiel Sprachniveau, Kenntnisniveau oder die Dauer von Mobilitäten. Festgelegt werden muss auch die Laufzeit der Kooperation und die Form des Austausches, also ob Teilnehmer am Zielort eingeschriebene Studierende sind, Laborarbeiten wahrnehmen oder ein Praktikum absolvieren.

  • Hochschulweite Verträge werden nach Prüfung durch das Referat für Internationale Angelegenheiten (S-International) und das Referat für Rechtsangelegenheiten und Qualitätsmanagement in Lehre und Studium (L1) vom Präsidenten unterzeichnet. Hochschulweite Verträge müssen mindestens zwei Fakultäten und mindestens fünf Professoren und Professorinnen betreffen.
  • Verträge, die nur eine Fakultät betreffen, werden nach Prüfung durch das Referat für Rechtsangelegenheiten und Qualitätsmanagement in Lehre und Studium (L1) in der Regel vom Dekan oder der Dekanin der Fakultät unterzeichnet. Das Referat für internationale Angelegenheiten ist in diesem Fall nicht in die Prüfung involviert.
  • Verträge, die nur einen Lehrstuhl oder ein Department betreffen, werden vom Lehrstuhlinhaber oder der Lehrstuhlinhaberin oder durch den Departmentsprecher oder die Departmentsprecherin unterschrieben.

Eine Kopie jedes internationalen Hochschulkooperationsvertrages muss dem Referat für Internationale Angelegenheiten vorgelegt werden. Alle Hochschulkooperationen werden in der referatsinternen Datenbank erfasst, damit Studierende gezielt über Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten informiert werden können. Das Referat kümmert sich zudem um die Aufnahme des Kooperationsvertrages in die Registratur und um das Anlegen eines Aktenzeichens.

Musterverträge

Das Referat für Internationale Angelegenheiten kann Musterverträge in Deutsch und Englisch zur Verfügung stellen, die den Zielen entsprechend angepasst und mit der Partnerhochschule verhandelt werden können. Vor der Unterzeichnung muss der Vertrag juristisch durch das Referat für Rechtsangelegenheiten und Qualitätsmanagement in Lehre und Studium (L1) geprüft werden. Dies wird im Fall von Verträgen auf Universitätsebene vom Referat für Internationalen Angelegenheiten veranlasst. Bei Verträgen auf anderen Ebenen muss die entsprechende Fakultät direkt in Kontakt mit dem Referat für Rechtsangelegenheiten treten.

Hochschulweiter Kooperationsvertrag Vorlage Englisch.doc 57 KB