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Erkrankung eines Kindes des oder der Beschäftigten

Erkrankung eines Kindes des oder der Beschäftigten

Erkrankt das Kind eines Arbeitnehmers, dann hat dieser einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung und Krankengeld. Erkrankt das Kind eines Beamten kann Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge gewährt werden.


Erkrankt das Kind des Arbeitnehmers (§ 10 Abs. 4 SGB V), dann hat dieser einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung und Krankengeld nach § 45 Abs. 1, 3 SGB V. Voraussetzung ist unter anderem, dass es sich um ein noch nicht zwölf Jahre altes oder ein behindertes Kind handelt, dessen Betreuungsbedürftigkeit ärztlich festgestellt ist.

Der Arbeitnehmer kann pro Kalenderjahr und Kind höchstens 10 Tage (Alleinerziehende: 20 Tage) in Anspruch nehmen, § 45 Abs. 2 SGB V. Dazu muss er die Erkrankung des Kindes ärztlich bescheinigen lassen. Das Original des entsprechenden Formblattes ist auf der Rückseite auszufüllen und an die Krankenkasse zu schicken, welche das Krankengeld auszahlt. Eine Kopie schicken Sie bitte an Ihren zuständigen Personalsachbearbeiter, der die Freistellung dem Landesamt für Finanzen meldet.

Nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Arbeitnehmer müssen mit ihrer Krankenversicherung klären, ob für einen solchen Fall Leistungen vorgesehen sind.

Tarifvertragliche Regelungen geben dem Arbeitnehmer ebenfalls einen Anspruch auf Freistellung. Nach § 29 Abs. 1 Buchstabe e) bb) TV-L besteht ein Anspruch auf bezahlte Freistellung von höchstens vier Arbeitstagen. Der tarifliche Anspruch ist allerdings nur nachrangig gegeben, d.h. wenn der vorrangige gesetzliche Freistellungsanspruch gem. § 45 SGB V nicht geltend gemacht werden kann. Hier wenden Sie sich unter Vorlage der Bescheinigung direkt an Ihr Personalreferat. Sollte ein Kind über diesen Zeitraum hinaus erkrankt sein, dann gibt es nach § 28 TV-L die Möglichkeit der Freistellung ohne Lohnfortzahlung (Sonderurlaub), wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

Beamten kann Dienstbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge gewährt werden bei schwerer Erkrankung eines Kindes, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 d) bb) bzw. § 10 Abs. 3 UrlMV).

Nähere Auskünfte erteilen Ihnen die zuständigen Personalsachbearbeiter des Referats P 2.